Safer Use

Safer Use

Beim Spritzen, Sniefen und Rauchen von Drogen können Hepatitis-Viren übertragen werden, beim Spritzen außerdem auch HIV. Um das Risiko zu minimieren, solltest du immer nur deine eigenen Konsumutensilien wie z. B. Spritzbesteck, Pfeifen, Sniff- oder Ziehröhrchen benutzen. Benutzte Utensilien nicht teilen oder weitergeben!

Aufgrund des unvermeidlichen Kontakts mit Blut stellt der intravenöse Konsum (Spritzen, auch Slamming genannt) die risikoreichste Konsumform hinsichtlich HIV und Hepatitis dar.
Blutreste an und in der Nadel sowie in der Spritze, sowie an weiteren Konsumutensilien wie Löffel, Filter oder Wasser können HIV und andere Viren sowie Bakterien in hoher Konzentration enthalten, auch wenn das Blut mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Deswegen solltest du immer nur dein eigenes Spritzbesteck und deine eigenen Konsumutensilien benutzen und die Sachen nicht weitergeben/teilen.

  • Für jeden Druck (Injektion) die eigene, sterile Nadel und Spritze verwenden.
  • Immer nur den eigenen, sauberen Löffel benutzen. Viele Drogeneinrichtungen bieten „Stericups“ an, das sind sterile Aufkochpfännchen mit Filter.
  • Filter nur einmal benutzen. Empfehlenswert sind unbenutzte Zigarettenfilter.
  • Achtung: Filter schützen nicht vor Krankheitserregern!
  • Zum Aufkochen nur steriles Wasser, frisches kaltes Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure verwenden.
  • Immer das eigene Feuerzeug benutzen.

Über winzige Verletzungen in der Nasenschleimhaut, die beim Sniefen leicht entstehen, können Hepatitis-Viren an und in die Röhrchen gelangen und auf andere übertragen werden. Deswegen solltest du beim Sniefen immer nur dein eigenes Röhrchen benutzen! Gerollte Geldscheine solltest du zum Sniefen überhaupt nicht benutzen. Sie sind scharfkantig, können die Nase verletzen und oft voller Krankheitserreger.

Um Hepatitis–C-Infektionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass du deine Pfeife keinesfalls mit anderen teilst und sie ausschließlich in deinem Mund landet.

Um Drogen gerecht aufzuteilen, gibt es nur eine hygienische Lösung: Man teilt das Pulver, und jeder sucht sich seine Portion aus. Dann benutzt jeder seine eigene Spritze und seine eigenen Konsumutensilien wie Löffel, Wasser und Filter. Achte beim Sniefen darauf, dass jeder ein eigenes Röhrchen hat und die Unterlage sauber ist.

Gefährliche Wechselwirkungen

Gefährliche Wechselwirkungen

Zwischen den einzelnen Substanzen kann es gesundheitsschädliche Wechselwirkungen geben, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Poppers entspannen die Muskeln, sind schmerzhemmend und machen geil. Und Poppers senken den Blutdruck. Viagra oder andere erektionsfördernde Substanzen haben einen ähnlichen Effekt. Beim gemeinsamen Konsum von Poppers und Erektionspillen, kann es zu einem gefährlichen bis tödlichen Blutdruckabfall kommen.

GHB (“Liquid Ecstasy”, “H”) kann in Kombination mit Alkohol oder Poppers die Aktivitäten des zentralen Nervensystems sehr stark verlangsamen, was zu einem komatösen Tiefschlaf führt. Hierbei ist der Atem sehr stark verlangsamt oder es kommt zu einem lebensgefährlichen Atemstillstand.

Chems und Sex

Chems und Sex

Falls du bei deiner Arbeit Substanzen konsumierst, solltest du darauf achten, dass du Kontrolle behältst. Wenn du auf Grund des Substanzkonsums keine Kontrolle mehr über die Situation hast, kannst du nur bedingt beeinflussen, was mit dir passiert oder was du tust.
Wenn du mit jemandem über deinen Substanzkonsum sprechen möchtest, sind wir natürlich gerne für dich da.

Wenn du lieber lesen möchtest, findest du detaillierte Informationen auf den folgenden Seiten:

Drogennotfall

Drogennotfall

Wenn es zu einem Notfall kommt, sollten grundsätzlich folgende Regeln beachtet werden:

  • Bewahre Ruhe!
  • Hab keine Angst, Fehler zu machen: Jede Hilfe ist besser als wegzuschauen, aber du solltest sofort reagieren.
  • Manchmal helfen dem Betroffenen schon ein Glas Wasser, frische Luft oder beruhigende Worte.
  • Bleib möglichst bei der Person, bis der Rettungswagen kommt.
  • Bei Atemstillstand können Beatmung und Herzmassage Leben retten.
  • Versuche die Person anzusprechen und ihn/sie wach zu halten.
  • Sorge für eine ruhige und geschützte Umgebung.
  • Bitte andere Personen in der Nähe dir zu helfen.
  • Erkundige dich, was und wie viel die betroffene Person konsumiert hat.
  • Frag nach, ob es noch Reste der konsumierten Droge(n) gibt. Diese Informationen sind äußerst wichtig für die weitere (not-) ärztliche Behandlung.
  • Im Zweifelsfall immer sofort den Rettungswagen rufen und dableiben, bis der Arzt oder die Ärztin eintrifft.


Ruf bei einem akuten Drogennotfall die 112!
Erwähnst du die Worte „Atemstillstand“ oder „Bewusstlosigkeit“ am Telefon, kommt so schnell wie möglich ein Rettungswagen (+ Notarzt/Notärztin) an den Unfallort. Durch die Schweigepflicht von Ärzt*innen und Rettungskräften kannst du ihnen gegenüber ruhig offen sein.